Autor Thema: Fragen zu der OP  (Gelesen 2122 mal)

Pochi

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Fragen zu der OP
« am: April 03, 2018, 12:00:25 Nachmittag »
Hallo alle zusammen. Ich habe bisher einiges gelesen zu meinem Problem. Jedoch stellen sich mir noch einige Fragen:

Werden die Kosten für eine Mundschleimhautplastik von jeder Krankenkasse übernommen? Und kann ich mir die Klinik aussuchen oder schreibt mir die Kasse eine vor?


Wie lang dauert die OP an sich und die anschließende Behandlung? Wie sind die Erfolgsaussichten?

Gibt es auch alternative Behandlungsmethoden? Also auf natürliche Verfahren beruhende Ansätze.


Freue mich auf viele Antworten.

Bäumili

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Re: Fragen zu der OP
« Antwort #1 am: März 20, 2018, 07:45:57 Nachmittag »
Hey Pochi.
Ich dir nicht sagen ob jede Krankenkasse die Kosten für die OP übernimmt. Bei mir war es jedoch der Fall, dass die Mundschleimhautplastik übernommen wurde und auch die folgende Behandlung. Ich konnte mir auch den Klinikaufenthalt aussuchen, also durfte die Klinik meiner Wahl nehmen, welche dann auch auf Hof gefallen ist.
Die Dauer der Mundschleimhautplastik-OP variiert natürlich. Durchschnittlich kann man jedoch sagen, dass die OP circa 4-6 Stunden dauert. Der anschließende Klinikaufenthalt ist bei vielen Kliniken unterschiedlich. Ich habe im Hof 12 Tage Aufenthalt verbracht. Es gibt jedoch auch Aufenthalte die nach ungefähr einer Woche enden.

Ich hoffe ich konnte dir helfen. :)

Matic

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Re: Fragen zu der OP
« Antwort #2 am: April 06, 2018, 12:05:24 Nachmittag »
Hallo Bäumili
natürlich werden von Kliniken alle Krankenkassen behandelt. Da gibt es keine Probleme. Allerdings wird man häufig nicht vom Chefarzt operiert, es sei denn man hat diese Option in seiner Krankenversicherung abgeschlossen. An Kosten fallen nur der übliche Krankenhaus-Eigenanteil von 10 Euro/Tag an.


Die Mundschleimhautplastik OP ist dabei je nach Klinik in zwei Teile aufgeteilt. Die "Vor OP", häufig ist das ein Vorschlitzen, und die eigentliche Mundschleimhautplastik ca. 4 Wochen später.
Ich war letztes Jahr 22 Tage im Krankenhaus. Also ist das auch unterschiedlich und von deinem Fall abhängig.
Ich war danach noch 2 Wochen krankgeschrieben.


Über wirksame alternative natürliche Behandlungen habe ich stand heute leider noch nichts gelesen. Als eine weitere Möglichkeit gäbe es nur MukoCell, wo man jedoch schauen muss welche Kliniken dieses überhaupt anbieten und wie die Kostendeckung geregelt ist.



Gruss

Pochi

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Re: Fragen zu der OP
« Antwort #3 am: April 18, 2018, 05:23:25 Nachmittag »
Vielen dank für eure schnellen Antworten. Ihr habt mir schon sehr geholfen.
@Matic: wie sieht denn die Behandlung mit MukoCell aus? Gibt es da Vorteile für mich persönlich?

PIA

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Re: Fragen zu der OP
« Antwort #4 am: Mai 02, 2018, 02:43:11 Nachmittag »
Heyho,
Ich bin 27 Jahre alt, männlich und eigentlich gesund. Eine Harnröhrenverengung wurde bei mir in der Jugend festgestellt, welche anfänglich auch geschlitzt wurde (Schlitzung nach Sachse). Es stellte sich jedoch auch bei mir ein rezidiv ein. Da ich dennoch irgendwie Wasser lassen konnte, habe ich das auch schleifen lassen und bin erst spät zur weiteren Untersuchung gegangen und habe eine CUG und UroFlow machen lassen. Es stellte sich heraus dass ich 2 Harnröhrenstrikturen bulbär jeweils ungefähr 0.5cm habe.
Aufgrund meiner Recherche und der hohen Rezidivrate bei der Schlitzung, sowie die damit verbundene weitere Vernarbung der Harnröhre, kamen weitere Schlitzungen nicht in Frage. Ich kann jedem von vielen Schlitzungen abraten, da sich dann meistens ein rezidiv einstellt und die Erfolgschancen auf eine dauerhafte Heilung immer geringer werden.
Die Operation verlief erfolgreich. Es wurde mir 5 cm Schleimhaut aus der rechten Wange entfernt.
Ich hoffe, dass mich beim Kontrolltermin gute Nachrichten erwarten und ich von einer schnellen Heilung ausgehen kann. Ich werde euch auf dem laufenden halten.

Milivoy

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Re: Fragen zu der OP
« Antwort #5 am: Mai 17, 2018, 01:44:12 Vormittag »
Hallo Mitstreiter
Nachdem ich in den meisten Foren über den Erfolg und Misserfolg einer Mundschleimhautplastik quasi nur schlechtes gelesen habe, stand ich kurz vor dem Entschluss, meine eigene OP abzusagen und mit dem Leiden weiterzuleben. Ich entschied mich dennoch dafür und ließ eine Mundschleimhaut Transplantation vornehmen. Die beste Entscheidung in meinem Leben.
Deswegen kann ich auch nur jedem zu dieser OP raten. Mit etwas Vorbereitung kann man sich selbst auch etwas beruhigen und wenn man weiß, das
Die OP verlief ohne Probleme und die Schmerzen waren durch die Schmerzmittel sozusagen nicht vorhanden. Bereits am nächsten Tag konnte ich schon wieder Nahrung, wenn auch nur in Form eines Breis, zu mir nehmen.
Nach der Entlassung mit einem Bauchdeckenkatheter nach 10 Tagen verbrachte ich die darauffolgenden drei Wochen Zuhause. Bis auf schweres Heben war ich in meinem Alltag nicht eingeschränkt.
Ich kann die OP nur empfehlen, wenn man auf der Suche nach einer zuverlässigen Heilungsmethode ist.
Bis bald...

Finke

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Re: Fragen zu der OP
« Antwort #6 am: Juli 18, 2018, 02:38:01 Nachmittag »
Nachdem ich mehrfach Schlitzungen nach Sachse über mich ergehen lassen musste, war eine Harnröhrentransplantation mit der Mundschleimhaut unumgänglich.
Ich habe mich dann für die Klinik Hof aufgrund meiner Internet Recherche entschieden.
Die Op wurde dort auch erfolgreich durchgeführt und nach den anschließenden Tests konnte mir der Katheter gezogen werden und ich wurde nach Hause entlassen. Die OP von Spezialistenteams wie in der Klinik im Hof kann ich nur empfehlen, da die Erfahrung sich hier durchaus bemerkbar macht. Sämtliche Fragen konnten nach meinen Gefühl kompetent beantwortet werden, weswegen ich die ganze Zeit ein gutes Gefühl hatte.
Ich kann leider noch nicht sagen, wie der langfristige Effekt der OP ausfällt, da die OP erst einige Wochen her ist. Jedoch bin ich guter Dinge, dass ich endlich von dem "Leiden" befreit bin.

Bayer

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Re: Fragen zu der OP
« Antwort #7 am: August 10, 2018, 11:44:43 Nachmittag »
Hallo,
Ich habe leider keine guten Erfahrungen mit der Mundschleimhautplastik gemacht. Vor ca. 3 Jahren habe ich mich auf anraten meines Arztes an Spezialisten eines Krankenhauses gewandt. Diese haben mir mitgeteilt, dass nur eine Mundschleimhautplastik noch Besserung bringen könnte. Naja. Heute 3 Jahre später ist mein wieder wie vor der OP. Jedoch leide ich seitdem zusätzlich an massiven Beschwerden im Mundraum. Das äußert sich in unkontrolliernbaren Speichelverlust und wiederkehrende Schmerzen. Leider kann ich von dieser OP nur abraten. Hätte ich vorher so klar gewusst, dass die Beschwerden im Mund hinzukommen, hätte ich mir die OP gründlicher durch den Kopf gehen lassen.

Fuller

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Re: Fragen zu der OP
« Antwort #8 am: September 25, 2018, 02:46:35 Nachmittag »
Hallo,
Ich habe nun meine OP hinter mir, nachdem ich vor 2 Jahren eine Schlitzung habe durchführen lassen. Die Mundschleimhautplastik habe ich dann auch durchgeführt, da mir mitgeteilt wurde, dass mehrere Schlitzung eine anschließende Behandlung nur verschlechtern und auch die Blase dauerhafte Schäden davonträgt. Die OP war Anfang des Jahres und und stand jetzt habe ich keine Rezidiverscheinungen. Auch der Flow ist mit 37 ml/s von 8 ml/s sehr gut gewachsen und stabil. Insofern bin ich mit dem Ergebnis der OP zufrieden.
Leider hat sich meine Mundpartie noch nihct wirklich erholt vom Eingriff. Ich habe ein leichtes Taubheitsgefühl, das ich mit der Zeit jedoch gelernt habe zu vernachlässigen.
Abschließend lässt sich sagen, dass meine Harnröhrenstriktur stand jetzt kuriert ist. Die Probleme mit dem sind leider nicht so angenehm, aber ein Übel das ich in Kauf nehmen muss.

Potter

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Re: Fragen zu der OP
« Antwort #9 am: September 26, 2018, 10:20:23 Vormittag »
Hallo Fuller,
als erstes wollte ich dir meine Glückwünsche mitteilen. Wie es sich anhört, ist deine Striktur abgeheilt. Die Beschwerden mit dem sind bei einer Mundschleimhautplastik wahrscheinlich hinzunehmen. Ich habe jedoch von dem Verfahren Mukocell gehört. Dort wird einem nur eine Biopsie der Mundschleimhaut entnommen. Dadurch wird der Eingriff im Mund eingespart und somit auch die negativen Nebenwirkungen der Operation.
Hat dir keiner etwas von der Behandlung erzählt? Meiner Meinung nach ist das eine echte Alternative, da die Striktur mit dem gezüchteten Transplantat wie bei der Mundschleimhautplastik behandelt wird.